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StoryHunger Titelbild, 5 Methoden Gefrierbrand zu vermeiden

5 einfache Methoden Gefrierbrand zu vermeiden - und wann er gefährlich ist

Ich schnappe mir mein mentales Megafon, räuspere mich einmal kurz und sage dann:
„Gefrierbrand ist nicht gefährlich und auch nicht giftig!“

Klingeln dir die Ohren? Entschuldige, aber das musste sein. Ich will sicher gehen, dass mich auch wirklich jeder hört (ja auch ihr da hinten).

Gefrierbrand ist wirklich nichts Schlimmes.

Wenn er schon sehr stark ist, erkennst du das an weißen oder grau-braunen Flecken auf den gefrorenen Lebensmitteln. Fleisch ist da besonders empfindlich. Die betroffenen Stellen schmecken meist ledrig und trocken. Also schneide sie einfach raus. Der Rest ist noch völlig in Ordnung.

Wenn der Gefrierbrand nur leicht ist, musst du nichts wegschneiden. So ein paar Eiskristalle auf deinem Essen sind kein Problem. Und es wird auch noch völlig normal schmecken. Vor allem bei Gemüse, Obst und Backwaren musst du dir eigentlich nie Sorgen machen.

Es gibt aber eine Situation, bei der Gefrierbrand gefährlich werden kann. Die verrate ich dir gleich (unten im dritten Punkt).

Erstmal klären wir, was genau das überhaupt ist.

Gefrierbrand entsteht dort, wo frische Luft an dein tiefgefrorenes Essen kommt. Und genau dort trocknet es dann aus. Das passiert, wenn die Lebensmittel nicht richtig verpackt sind oder wenn die Temperaturen schwanken.

5 einfache Methoden, wie du Gefrierbrand vermeiden kannst

1. Richtig verpacken

Dabei solltest du zwei Dinge beachten:
A. die korrekte Verpackung
B. möglichst luftdicht verschließen

Zum Einfrieren eigenen sich Gefrierdosen* und Gefrierbeutel. Wenn du auf Plastik verzichten willst, dann kannst du neben Dosen aus Edelstahl auch Gläser verwenden.

 Tipp
Damit Gläser im Tiefkühler nicht platzen, sollten sie eine breite Öffnung und dicke Wände haben. Mache sie nicht ganz, sondern nur zu drei Viertel voll. Dein Essen braucht nämlich noch etwas Platz, um sich auszudehnen. Das gilt allerdings nicht für feste Lebensmittel (Gemüse oder Obst). Bei ihnen ist genug Luft in den Zwischenräumen. Diese Gläser kannst du also bis knapp unter den Rand füllen.

Bei Gefrierbeuteln (diese* sind wiederverwendbar) möglichst viel Luft raus.

Wenn du Fleisch einfrieren willst, dann solltest du es in einen Gefrierbeutel umpacken. Denn die Verpackung vom Hersteller ist meist nicht luftdicht und auch nicht für den Tiefkühler geeignet.

Du kannst natürlich auch ein Vakuumiergerät verwenden, aber davon bin ich kein großer Fan. Es nimmt viel Platz weg und die Beutel sind oft nicht wiederverwendbar.

 Tipp
Es gibt einen einfachen Trick, mit du dein Essen ganz ohne Gerät vakuumieren kannst. Dieses Video zeigt dir, wie es geht.

2. Eisig

Tiefkühlessen darf höchstens bei -18 °C gelagert werden. Das schreibt das deutsche Lebensmittelrecht den Supermärkten vor.

Achte also darauf, dass dein Tiefkühler zu Hause mindestens genauso kalt ist. Wenn er wärmer eingestellt ist, fängt das Wasser in den Lebensmitteln an zu verdunsten, dein Essen trocknet aus und es entsteht (du ahnst es schon) Gefrierbrand.

Gefrierbrand, Bild von Free-Photos auf Pixabay

3. Kühlkette nicht unterbrechen

Du solltest deinem Tiefkühlessen große Temperaturschwankungen ersparen. Denn du weißt ja, das lockt den Gefrierbrand an. Nimm daher zum Einkaufen am besten eine Kühltasche mit.

Doch so umsichtig du auch bist, es kann sein, dass dein Essen schon vorher starke Temperaturschwankungen erlebt hat. Und das kann gefährlich sein!

Bei Fleisch, Fisch und Lebensmitteln mit rohen Eiern könnten sich dadurch nämlich schädliche Mikroorganismen ausgebreitet haben.

Benutze nach dem Auftauen also deine Sinne. Sieht es schimmlig aus oder riecht nach Verwesung, dann wirf das Essen auf jeden Fall weg.

4. Blanchieren

Das ist die perfekte Methode, wenn du frisches Gemüse einfrieren willst. Und sie ist wirklich einfach:

A) Gib dein kleingeschnittenes Gemüse für zwei bis drei Minuten in sprudelnd kochendes Wasser.
B) Damit es ganz schnell abkühlt, tauche es danach direkt in Eiswasser.
C) Nachdem du es abgetropft und trocken getupft hast, kannst du es nun einfrieren.

Das Blanchieren tötet Keime ab und stoppt den Zersetzungsprozess. So bleibt dein Gemüse samt Farbe, Festigkeit und vielen Vitaminen, länger haltbar.

Das kannst du mit fast allen Gemüsesorten machen. Doch natürlich gibt es auch Ausnahmen. Es wäre ja langweilig, wenn es so einfach wäre:

Pilze und Zucchini solltest du lieber roh (und kleingeschnitten) einfrieren.

Und Zwiebeln, Tomaten, Gurken und Radieschen schmecken matschig und verlieren ihr Aroma, wenn du sie einfrierst. Doch dafür gibt’s natürlich auch eine Lösung: Friere sie ein, wenn du sie schon verarbeitet hast – also zum Beispiel in Soßen oder Suppen.

5. Glasieren

Für Fisch ist Glasieren der ideale Schutz vor Gefrierbrand.

Dafür legst du deinen Fisch offen für etwa zwei Stunden in den Tiefkühler. Tauche ihn danach in kaltes Wasser und lege ihn so lange ins Gefrierfach, bis das Wasser gefroren ist. So bildet sich nämlich eine schützende Wasserschicht, die keine Luft durchlässt. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, dann wiederhole den Vorgang noch etwa drei Mal. So wird die Schutzschicht noch dicker.

Anschließend kannst du den nun versiegelten Fisch noch luftdicht verpacken.

Gefrierbrand macht übrigens keine halben Sachen. Er tritt nämlich bei allen Lebensmitteln auf. Doch wie du siehst, kannst du dein Essen ganz einfach davor bewahren.

Und wenn es doch mal in deinem Tiefkühler „brennt“, dann mach dir keine Sorgen. Ist es nur ein leichter Gefrierbrand, kannst du noch alles essen. Ist er aber stark, dann schneide die betroffenen Stellen einfach raus – der Rest ist noch in Ordnung.

Lass uns Lebensmittel vor Gefrierbrand retten!

💚
Janina

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