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StoryHunger Titelbild, beste Zimtsorte

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Ceylon oder Cassia: Welche ist die beste Zimtsorte?

Bei mir duftet es das ganze Jahr über nach Weihnachten. Ich lebe aber nicht in einer Weihnachtsbäckerei (obwohl ich das gerne würde), sondern ich bin einfach nur ein riesiger Zimt-Fan. Du könntest auch „Zimt-Junkie“ zu mir sagen.

Ich mache ihn nämlich so ziemlich überall ran. Ein Porridge ohne Zimt gibt’s bei mir nicht. Und wenn ist eine Gemüsepfanne mache, dann kommt auch da immer ein Hauch Zimt ran. Und in meiner indischen Lieblingsgewürzmischung Garam Masala steckt nun mal auch Zimt. Von weihnachtlichen Zimtsternen fangen wir mal lieber gar nicht erst an, sonst läuft mir das Wasser im Mund zusammen und tropft am Ende noch auf meinen Laptop.

Damit das nicht passiert, legen wir mal lieber gleich mit etwas Wissen los. Denn wusstest du, dass Zimt nicht gleich Zimt ist? Es gibt dabei nämlich kleine und teilweise sogar gefährliche Unterschiede. Zimt kann nämlich gesundheitsschädlich sein. Doch wann genau? Und welche ist die beste Zimtsorte? Und was haben Mumien mit Zimt zu tun?

Mhm....lecker Rinde!

Fangen wir ganz am Anfang an: Wenn du Zimt isst, dann isst du die getrocknete Rinde der Zimtbäume. Und ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass ich mal so gerne gemahlene Baumrinde essen würde.

Es gibt verschiedene Arten von Zimtbäumen. Bei uns findest du aber hauptsächlich diese zwei Sorten: Den Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt.

Der echte Zimt und sein billiger Verwandter

Der eher milde Ceylon-Zimt ist der hochwertigere, teurere Zimt. Er wird auch „echter Zimt“ genannt, weil er vom sogenannten Echten Zimtbaum stammt. Der kommt ursprünglich aus Sri Lanka. Und der Zimt heißt so, weil die Insel früher Ceylon hieß.

Im Vergleich dazu ist der billige Cassia-Zimt etwas herber und schärfer. Wenn die beiden Zimtsorten gemahlen sind, dann kann man sie aber kaum noch voneinander unterscheiden.

Allerdings kannst du bei den Zimtrollen einen deutlichen Unterschied erkennen. Der Ceylon-Zimt besteht aus mehreren eingerollten dünnen Schichten. Er erinnert etwas an eine Zigarre. Die Cassia-Zimtrolle dagegen besteht aus einem dickeren Rindenstück.

StoryHunger, Unterschied Ceylon- und Cassia-Zimt

Gefährlicher Stoff

Was du von außen nicht erkennen kannst ist, wie viel von dem Duft- und Aromastoff Cumarin in ihnen steckt. Das ist nämlich ein sekundärer Pflanzenstoff, der gefährlich werden kann. Er kann Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel auslösen und bei empfindlichen Menschen sogar die Leber schädigen. Aber nur, wenn du sehr viel davon isst und das über einen längeren Zeitraum. Du musst jetzt also nicht panisch deine Zimtvorräte wegschmeißen.

Cumarin: Kenne deine Grenze

Du kannst dich nämlich ganz einfach vor zu viel Cumarin schützen: Verwende den Ceylon-Zimt*. In ihm steckt nur ganz wenig Cumarin (0,02 Gramm pro Kilogramm). Der Cassia-Zimt dagegen strotzt nur so davon. Allerdings schwanken die Cumarin-Werte je nach Herkunft stark (3-10 g pro Kilogramm).

Doch in kleinen Mengen ist selbst das wirklich nicht schlimm. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat eine tägliche tolerierbare Aufnahmemenge von 0,1 mg Cumarin pro kg Körpergewicht festgelegt. Eine Person, die 60 Kilogramm wiegt, könnte also bis zu einen gestrichene Teelöffel (= 2 g) Cassia-Zimt täglich essen.

Vorsicht bei zimthaltigen Lebensmitteln

Wenn du allerdings zimthaltige Lebensmittel verdrückst, solltest du ein klein wenig vorsichtiger sein. Denn hier ist ein Höchstwert von 50 Milligramm pro Kilogramm erlaubt. Für die 60-Kilogramm-Person sollte dann also bei etwa 12 Zimtsternen Schluss sein. Bei Kleinkindern natürlich schon eher.

Du siehst also, du musst jetzt keine Angst vor meinem Lieblingsgewürz haben. Wenn du, so wie ich, viel mit Zimt würzt, dann greif zum Ceylon-Zimt. Von dem kannst du ohne Bedenken viel verwenden.

Zimt als Heilmittel

Zimt ist übrigens nicht nur lecker, sondern wird auch seit Jahrtausenden schon als Heilmittel eingesetzt. Er wirkt nämlich verdauungsfördernd, antibakteriell und krampflösend. In großen Mengen ist er übrigens auch wehenfördernd. Schwangere sollten Zimt also nur in kleinen Dosen verwenden.

Und jetzt bleibt nur noch eine Frage zu klären: Was zur Hölle hat Zimt mit Mumien zu tun? Ich hoffe, du isst nicht gerade etwas mit Zimt. Denn die Ägypter haben früher nicht nur mit Zimt gewürzt, sondern es auch zum Einbalsamieren der Toten verwendet.

Gut, dass das heute nicht mehr so ist. Denn sonst würde ich Zimt vermutlich nicht mehr ganz so gerne essen. Obwohl….

StoryHunger-Geschichte, Eine kleine Story für dich

Damit du die wichtigsten Punkte zum Zimt nicht vergisst, habe ich hier eine kleine Merk-Hilfe in Form von einer Geschichte für dich.

Cassia & Cumarin: Eine ungesunde Beziehung

Ceylon und Cassia sind Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ceylon ist freundlich, mild, einfach authentisch und echt. Cassia dagegen schlägt gerne mal einen schärferen Ton an und ist mittlerweile sogar verbittert. Das liegt aber an ihrem Freund Cumarin.

Der ist nämlich nicht von der treuen Sorte. Er verteilt seine Duftspur nämlich gerne mal bei anderen Frauen. Und Cassia nimmt das hin. Sie fühlt sich dabei billig und vor Frust stopft sie sich oft mit Zimtsternen voll. Davon wird ihr dann immer übel und sie bekommt Kopfschmerzen. In solchen Momenten hat sie die Nase und auch den Teelöffel gestrichen voll von Cumarin. Sie ist dann oft kurz davor sich von ihm zu trennen. Doch es bleibt leider immer nur bei „kurz davor“.

In diesen dunklen Tagen ist ihre Freundin Ceylon ihr Rettungsanker. In ihrem teuren Apartment kann sie sich umgeben von hochwertigen Möbeln alles von der Seele reden. Doch es gibt ein Geheimnis, dass zwischen ihnen steht. Cumarin hatte nämlich auch mal etwas mit Ceylon. Es war zwar nur ganz kurz und noch bevor er mit Cassia zusammengekommen ist, doch Ceylon quält das Geheimnis.

Sie hat lange überlegt und nun beschlossen, es Cassia endlich zu sagen. Sie hofft, dass das den Ausschlag gibt und Cassia endlich die ungesunde Beziehung beendet und sich von Cumarin trennt. Ihre Freundin ist auf jeden Fall für sie da.

Das hast du dir gemerkt:

Ceylon und Cassia sind Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ceylon ist freundlich, mild, einfach authentisch und echt. Cassia dagegen schlägt gerne mal einen schärferen Ton an und ist mittlerweile sogar verbittert.“

„Sie fühlt sich dabei billig…“

„In ihrem teuren Apartment kann sie sich umgeben von hochwertigen Möbeln alles von der Seele reden.“

Es gibt natürlich noch andere Zimtsorten – zum Beispiel den indonesischen und den vietnamesischen Zimt. In beiden steckt oft sogar mehr Cumarin, als im Cassia-Zimt. Die cumarin-ärmste und beste Zimtsorte ist und bleibt aber der Ceylon-Zimt,

„Das liegt aber an ihrem Freund Cumarin. Der ist nämlich nicht von der treuen Sorte. Er verteilt seine Duftspur nämlich gerne mal bei anderen Frauen.“

„Davon wird ihr dann immer übel und sie bekommt Kopfschmerzen.“

Cumarin kommt übrigens nicht nur in Zimt vor. In größeren Mengen steckt es vor allem noch in Waldmeister und Tonkabohnen.

Das solltest du am besten aus der Geschichte im Kopf behalten:
In kleinen Dosen ist Cumarin zwar absolut kein Problem, aber du solltest „ihn“ nicht jeden Tag in rauen Mengen vernaschen. Sonst geht’s dir so wie der armen Cassia.

„Sie fühlt sich dabei billig und vor Frust stopft sie sich oft mit Zimtsternen voll.“

„In solchen Momenten hat sie die Nase und auch den Teelöffel gestrichen voll von Cumarin.“

Für den Hinterkopf: Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat eine tägliche tolerierbare Aufnahmemenge von 0,1 mg Cumarin pro kg Körpergewicht festgelegt.

Die Hersteller sind übrigens nicht dazu verpflichtet auf die Verpackung zu schreiben, welche Zimtsorte sie verwenden. Wenn aber nur Zimt auf dem Gewürz steht, dann steckt meist der günstige Cassia-Zimt drin.

Welchen Zimt hast du zu Hause? Und welche ist für dich die beste Zimtsorte? Schreib mir das doch in die Kommentare.

Bei mir ist es Ceylon. Apropos….ich mach mir mal etwas Porridge mit gaaaaanz viel Zimt. Bei Ceylon muss ich mir ja keine Gedanken um die Menge machen.

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